von Cassiel @cassielkanterphoto

Am 15. Mai fand in Berlin eine pro-palästinensische Demonstration vor dem Hintergrund des eskalierenden Konfliktes zwischen der Terrororganisation Hamas und israelischen Truppen statt. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Demonstrant:innen und der Polizei.

Die zunächst friedlich verlaufende Demonstration startete am Samstagnachmittag vom Berliner Hermannplatz mit rund 3500 Teilnehmer:innen. Neben Solidaritäts-bekundungen für die palästinensische Bevölkerung wurden aus der emotionalisierten Menge auch antisemitische Rufe wie «Kindermörder Israel» und «Frauenmörder Israel» laut.
Als mehrere hundert junge Erwachsene den Hygienebestimmungen der Polizei nicht nachkamen, wurde die Demonstration kurze Zeit später in der Sonnenallee aufgelöst. Daraufhin kam es zu Übergriffen auf die Polizei und Journalist:innen, z. B. in Form von Stein- und Flaschenwürfen. Die Polizei reagierten mit Gewalt und Pfefferspray. Die Folge waren Verletzte auf beiden Seiten.
Etwa zwei Stunden nach der Auflösung der Demonstration hatte die Polizei die Lage wieder unter Kontrolle und die Stimmung beruhigte sich.

Jedes Jahr am 15. Mai gedenken Palästinenser:innen der Nakbar, der Flucht und Vertreibung von Araber:innen infolge der Staatsgründung Israels nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Konflikt zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen war zum Wochenbeginn eskaliert. Noch immer kommt es auf beiden Seiten zu heftigen Raketenbeschüssen, zu deren Opfern vor allem Zivilist:innen zählen.

 

Fotos: Cassiel Kanter